August: Hello Hearts!

AUGUST MUST READ
August, was willst du bloß von uns? Alles, bloß keine Eile. Wir haben noch so viel Zeit bis zum Herbst.
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First things first Musiktipp heute auf Platz Eins. Von meiner Freundin Ann-Charlott bekam ich diesen: „After The Storm“ von Kali Uchis featuring Tyler, The Creator&Bootsy Collins. Nachdem ich die heiße Nummer bereits eine volle Woche vom Aufwachen bis zum Einschlafen gehört und dazu in meiner Bude getanzt hatte, als würde mich der Nachbar von gegenüber nicht beobachten, bekam ich eine Nachricht von einem meiner zahlreichen Exfreunde (ich klinge wie Liz Taylor). Er meinte, diesen Song müsse ich dringend hören. Pah, dachte ich, erzähl mir was Neues, Cheri, und löschte seine Nachricht ohne mit den Wimpern zu zucken.
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Klingt abgebrühter ..., als ich bin, aber ich habe etwas rausgefunden in den letzten Wochen: Männer sind wie einzelne Socken, die beim Waschen verloren gegangen sind. Sie tauchen immer wieder auf, wenn man sie gerade vergessen hat. In diesem Satz liegt viel Hoffnung und wenig Frust. Es ist schön zu wissen, dass man gar nichts tun muss. „Sit and wait and let it come“ deshalb auch mein Mantra für den August. Der ist mein Lieblingsmonat in jedem Jahr, wofür es einen Grund gibt.     
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Dänemark Der einzige Ort, an dem ich Softeis aus dem Automaten esse, ist eine dänische Insel, dessen Namen ich nicht verrate, weil ich befürchte, dass sonst alle dorthin fahren und es eines Tages weder Softeis noch Sand am Meer mehr geben wird. Okay, aber sharing is caring, also: Die Insel heißt Römö, also eigentlich mit so einem Querstrich in den beiden O’s, aber den finde ich grad nicht auf meiner Tastatur, weil meine Lesebrille so verschmiert ist vom Oliven essen während des Tippens. Jedenfalls fahre ich jedes Jahr im August mit meiner Freundin Pedi für abenteuerlustige drei Nächte auf diese Insel, die nicht mal eine richtige Insel ist, weil sie mit dem Festland verbunden ist. Diese drei Tage dort fühlen sich immer so an, als seien es drei Wochen. Wir nennen es sogar Urlaub, dabei ist es in Wahrheit mehr ein Tagesausflug, der nur dreieinhalb Stunden Autofahrt von Hamburg entfernt liegt. Wir brauchen für diese Strecke meist sieben Stunden, aber das ist eine andere Geschichte, die zu peinlich ist, um sie zu teilen.
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New Love Und weil wir gerade schon bei Geständnissen sind: Ich habe eine neue Liebe. Er ist ein wenig mollig, aber ein toller Typ. Wie er heißt? Honesty. Schön, ne? Meine Freundin Anastasia hat ihn mir ans Herz gelegt, nachdem sie ihn sich schon einverleibt hatte. Er singt mit sehr hoher Stimme in seinem Song „Pink Sweats“, hinter dem s von Sweats kommt noch so ein S mit einem Strich drin wie bei Dollar, aber das finde ich nicht auf meiner Tastatur, weil die Brille, die Oliven, Ihr wisst schon ...
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Sonst nichts Neues Ach doch, vor Dänemark fahre ich noch nach Frankreich zum Kundalini Festival. Dort gibt’s garantiert kein Eis, dafür eine tantrische Diät. Sie besteht aus Früchten, Reis und Linsen, Gulp. Man muss einen eigenen Blechnapf mitbringen, jede Morgen um halb 4 aufstehen und selbstlosen Dienst verrichten. Es gibt auch eine Partnerbörse für die White Tantra Partnermeditation, die nichts mit Tantra Sex zu tun hat. Das muss man ja dazu sagen! Bevor ich mich auf diesen Trip begebe, möchte ich jedoch all meine weltliche Arbeit verrichtet habe, weswegen ich diesen Text eifrig vorgeschrieben habe, damit er pünktlich im August eintrifft und ich im Lotussitz nicht meinen Laptop im Schoß liegen habe, sondern nur seelenruhig meine beiden Hände. Sat Nam und bis September, Ihr Schönen.